Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom
Wie lebten die Griechen zwischen Bergen und Meer?
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Die Griechen lebten in einem Land voller Gebirge, mit felsigen Küsten und trockenem Klima: Im fruchtbaren Tal betrieben sie Ackerbau, an kargen Berghängen Viehzucht, und übers Meer trieben sie Handel. Weil Berge die Siedlungen trennten, entstand kein Reich mit König wie in Ägypten, sondern viele Stadtstaaten. Wurde das Land knapp, gründeten Griechen Kolonien rund ums Mittelmeer.
Das Wichtigste zum Nachlesen
2 Min. Lesen
Zwischen Bergen und Meer
Griechenland ist voller Gebirge mit hohen Bergen, hat felsige Küsten und viele Inseln. Fruchtbaren Boden gibt es fast nur in den Tälern, und das Klima ist trocken: heiße Sommer, wenig Regen. Ab dem 10. Jahrhundert v. Chr. siedelten griechische Stämme in den Tälern, an den Küsten und auf den Inseln.
Tal, Hang und Meer
Jeder Teil der Landschaft gab etwas anderes her.
Wovon die Griechen lebten
- Ackerbau im Tal: Getreide, Gemüse, Wein und Oliven
- Viehzucht an kargen Berghängen (karg = nicht fruchtbar): Schafe und Ziegen
- Handel: Von den Häfen fuhren Händler mit Schiffen übers Meer.
- Berge trennten die Siedlungen. Der Landweg war mühsam und gefährlich, mit dem Schiff ging es leichter.
Siedlungen und Kolonien
- Um 800 v. Chr. lebten Griechen in Griechenland, auf den Inseln der Ägäis, auf Kreta und an der Westküste Kleinasiens – etwa in Milet und Ephesos. An dieser Küste lag auch Troja.
- Wurde das Land knapp oder lockte der Handel, gründeten Griechen Tochterstädte (Kolonien) rund ums Mittelmeer und am Schwarzen Meer.
- Neapolis („neue Stadt“) heißt heute Neapel, Byzantion am Bosporus heißt heute Istanbul.
Typische Falle
- Falsch: „Griechenland war ein großes Reich mit einem König, wie Ägypten.“ Berge und Meer trennten die Siedlungen. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. entstanden viele selbstständige Stadtstaaten, die Poleis – mehr dazu im Thema „Was ist eine Polis?“.
- Was alle Griechen verband: dieselbe Sprache (wer kein Griechisch sprach, hieß Barbar, etwa „Stotterer“), dieselbe Buchstabenschrift, dieselben Götter auf dem Olymp und die Bauweise mit Burgberg, Marktplatz, Theater und Tempel.
Tipp
Merk dir drei Orte mit ihrer Arbeit: Tal = Ackerbau, Hang = Viehzucht, Meer = Handel. Daraus kannst du fast jede Frage zum Leben der Griechen ableiten.
Üben
6 Aufgaben
Woher kam das? Schreib Tal, Berghang oder Meer.
- Getreide für das Brot:
- Ziegen, die Milch geben:
- Oliven für Öl:
- Schafe, die Wolle liefern:
- Waren aus fremden Städten:
- Weintrauben:
Beschrifte die Landschaft im Querschnitt.
- Ziffer 1:
- Ziffer 2:
- Ziffer 3:
- Ziffer 4:
Stimmt das? Kreuz an.
- Fruchtbaren Boden gab es vor allem in den Tälern.
- Im Sommer regnet es in Griechenland viel.
- Über die Berge zu reisen war einfach und sicher.
- An den kargen Berghängen weideten Schafe und Ziegen.
- Viele Siedlungen hatten einen Hafen oder Ankerplatz.
- Um 800 v. Chr. lebten Griechen nur auf dem Festland.
- Alle Griechen benutzten dieselbe Buchstabenschrift.
Was bedeuten die Begriffe? Verbinde.
- karg
- Ägäis
- Tochterstadt
- Barbar
- Polis
- wer kein Griechisch sprach
- nicht fruchtbar
- selbstständiger Stadtstaat
- neue Polis in der Fremde
- Meer zwischen Griechenland und Kleinasien
Ergänze die Sätze zur Kolonisation.
- In der Heimat wurde das knapp, also zogen viele fort.
- Ein zweiter Grund für neue Städte war der .
- Kolonien entstanden am Mittelmeer und am Meer.
- Die Kolonie Neapolis heißt heute .
- Die Kolonie Byzantion heißt heute .
Was verband alle Griechen? Verbinde.
- Sprache
- Schrift
- Glaube
- Bauweise
- dieselben Götter auf dem Olymp
- alle sprachen Griechisch
- Burgberg, Marktplatz, Theater, Tempel
- dieselbe Buchstabenschrift
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Griechenland: ein großes Reich mit König, wie Ägypten? Falsch gedacht.
Erklärung
Griechenland liegt im Süden Europas, auf drei Seiten vom Meer umgeben. Das Land ist voller Gebirge mit hohen Bergen. Dazu felsige Küsten, viele Inseln und rundherum das Meer. Fruchtbaren Boden gibt es fast nur unten in den Tälern.
Und es ist trocken: heiße Sommer, wenig Regen. Im Tal bauten die Bauern Getreide, Gemüse, Wein und Oliven an. An kargen Berghängen weideten Schafe und Ziegen. Karg heißt: nicht fruchtbar. Vom Hafen aus fuhren Händler mit Schiffen übers Meer.
Also: im Tal Ackerbau, am Hang Viehzucht, auf dem Meer Handel. Berge trennten die Siedlungen. Der Landweg war mühsam und gefährlich. Per Schiff ging es leichter, darum entstanden viele Häfen. Anders als Ägypten wurde Griechenland kein Reich mit König.
Ab dem achten Jahrhundert vor Christus entstanden viele Stadtstaaten: Poleis.
Beispiele
Ab dem zehnten Jahrhundert vor Christus siedelten hier griechische Stämme. Sie lebten in Tälern, an Küsten und auf Inseln. Um 800 vor Christus: Griechenland, die Inseln der Ägäis und Kreta. Dazu die Westküste Kleinasiens, mit Städten wie Milet und Ephesos.
Das Land wurde knapp, man suchte Handel. Also fuhren Griechen übers Meer. So entstanden Kolonien, auch Tochterstädte genannt, jede eine eigene Polis. Rund ums Mittelmeer und am Schwarzen Meer lagen bald viele Kolonien. Neapolis heißt neue Stadt. Heute kennst du sie als Neapel in Italien.
Byzantion am Bosporus, dem Tor zum Schwarzen Meer, ist heute Istanbul. Trotzdem verband alle Griechen etwas: Sprache, Schrift, Götter und Bauweise. Wer kein Griechisch sprach, hieß Barbar. Übersetzt heißt das etwa: Stotterer. Typisch für eine Polis: Burgberg, Marktplatz, Theater und Tempel.
Dein Zug
Dein Zug: Ein Bauer hat nur einen kargen Berghang. Was hält er dort? Schafe und Ziegen.
Zum Schluss
Ägypten: ein Reich am Nil mit König. Griechenland: Berge, Meer, viele Poleis. Merk dir: Die Griechen lebten von Ackerbau, Viehzucht und Handel. Zum Üben: Was wuchs im Tal, was lebte am Berghang, was kam übers Meer? Nächste Frage: Was ist eine Polis?
Danach




