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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Wie wurde Athen zur Demokratie?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Athen wurde in mehreren Schritten zur Demokratie: Zuerst herrschten Könige, dann der Adel. Weil viele Bauern verarmten und reich gewordene Händler mitbestimmen wollten, kam es 594 v. Chr. zu Unruhen; um 500 v. Chr. übernahmen die Bürger die Herrschaft. Mit dem Scherbengericht schützten sie sich davor, dass wieder einer allein herrschte.

Das Wichtigste zum Nachlesen

2 Min. Lesen

Vom König zur Herrschaft des Volkes

Athen war anfangs eine kleine Polis. Durch den Hafen Piräus, den Seehandel, eine große Flotte und Abgaben anderer Poleis wurde es später zur Führungsmacht in Griechenland. Wer in Athen bestimmte, änderte sich mehrmals: Bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. herrschten Könige, danach der Adel. Um 500 v. Chr. übernahmen die Bürger die Herrschaft.

Athen auf dem Zeitstrahl

594 v. Chr. Unruhen, Solon streicht die Schulden · 560 bis 510 v. Chr. herrschen Tyrannen · um 500 v. Chr. Demokratie · 487 v. Chr. erstes bekanntes Scherbengericht

Herrschaftsformen

Formwer bestimmt?
Monarchieein König
Aristokratieder Adel, wörtlich „die Besten“
Tyrannisein Alleinherrscher, der sich die Macht nahm
Demokratiedie Bürger

Das Scherbengericht

  • Griechisch: Ostrakismos. Einmal im Jahr konnten die Bürger es abhalten.
  • Mindestens 6000 Bürger mussten mitmachen.
  • Jeder ritzte einen Namen in eine Tonscherbe.
  • Wer am häufigsten genannt wurde, musste die Stadt für 10 Jahre verlassen. Besitz und Bürgerrecht behielt er.

Der Weg zu den Unruhen

  • Die Bauern mussten dem Adel Abgaben zahlen und liehen sich Geld. Wer nicht zurückzahlen konnte, verlor sein Land an die Adligen, manche wurden sogar Schuldsklaven.
  • Händler und Handwerker wurden durch den Handel mit Weizen, Öl und Wein reich und wollten mitbestimmen.
  • 594 v. Chr. kam es zu Unruhen. Der Vermittler Solon strich die Schulden und verbot die Schuldsklaverei.
  • In der Demokratie traf sich die Volksversammlung etwa 40-mal im Jahr. Jeder Bürger durfte reden, die Mehrheit entschied per Handzeichen.

Typische Falle

  • Falsch: „Beim Scherbengericht wurde ein Verbrecher bestraft.“ Getroffen wurde ein Mächtiger, der nichts verbrochen haben musste.
  • Die Athener wollten verhindern, dass wieder ein Einzelner allein herrscht wie ein Tyrann.
  • Mitbestimmen durften nur erwachsene Männer mit Bürgerrecht – keine Frauen, Kinder, Sklaven und Metöken (Zugezogene). Mehr dazu im Thema „War Athen wirklich eine Demokratie?“

Tipp

Merk dir die Reihe an der Zahl der Herrscher: einer (König), wenige (Adel), wieder einer (Tyrann), viele (Bürger).

Üben

4 Aufgaben
  1. Wer bestimmt – und wie heißt die Herrschaftsform? Ergänze.

    1. Monarchie: Es bestimmt ein .
    2. Aristokratie: Es bestimmt der .
    3. Tyrannis: Ein reißt die Macht an sich.
    4. Demokratie: Es bestimmen die .
    5. Die Herrschaft des Adels heißt .
    6. Die Herrschaft des Volkes heißt .
  2. Setz die fehlende Zahl oder das fehlende Wort ein.

    1. Die Volksversammlung traf sich etwa -mal im Jahr.
    2. In der Volksversammlung entschied die .
    3. Beim Scherbengericht ritzten die Bürger einen Namen in eine .
    4. Gültig war ein Scherbengericht nur, wenn mindestens Bürger mitmachten.
    5. Wer am häufigsten genannt wurde, musste die Stadt für Jahre verlassen.
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Athen war von Anfang an die mächtigste Polis Griechenlands.
    2. In der Aristokratie bestimmten reiche, angesehene Familien.
    3. In der Volksversammlung durfte jeder Bürger reden.
    4. Die Volksversammlung traf sich nur einmal im Jahr.
    5. Beim Scherbengericht wurde ein Verbrecher bestraft.
    6. Wer verbannt wurde, behielt seinen Besitz.
  4. Wer oder was war das? Verbinde.

    • Piräus
    • Adel
    • Solon
    • Tyrann
    • Ostrakismos
    • Alleinherrscher
    • Hafen von Athen
    • Scherbengericht
    • reiche, angesehene Familien
    • strich 594 v. Chr. die Schulden

Auf dem Blatt gibt es noch 3 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Beim Scherbengericht wurde ein Verbrecher bestraft? Falsch gedacht.

Erklärung

Athen war anfangs klein. Später machten Hafen, Flotte und Handel es mächtig. Doch wer bestimmte in Athen? Das änderte sich mehrmals. Zuerst herrschten Könige. Einer bestimmt allein: Das heißt Monarchie. Dann übernahm der Adel, reiche Familien, die Macht: Aristokratie.

Die Bauern mussten dem Adel Abgaben zahlen. Viele liehen sich Geld. Wer nicht zurückzahlen konnte, verlor sein Land, manche sogar die Freiheit. Händler und Handwerker wurden dagegen reich: mit Weizen, Öl und Wein. Händler wollten mitbestimmen, Bauern ihr Land. 594 vor Christus: Unruhen.

Der Vermittler Solon strich die Schulden. Schuldsklaverei wurde verboten. Später riss ein Einzelner die Macht an sich: ein Tyrann. Um 500 vor Christus herrschten die Bürger: Demokratie. Rund 40-mal im Jahr traf sich die Volksversammlung. Jeder Bürger durfte reden.

Abgestimmt wurde mit Handzeichen. Die Mehrheit entschied. Aber nicht alle: Frauen, Sklaven und Zugezogene durften nicht mitbestimmen.

Beispiele

Die Athener hatten Angst: Nie wieder sollte einer allein herrschen. Darum konnten die Bürger einmal im Jahr ein Scherbengericht abhalten. Jeder Bürger ritzte einen Namen in eine Tonscherbe. Wer wird zu mächtig? Mindestens 6000 Bürger mussten mitmachen, sonst galt es nicht.

Ein ausgedachtes Beispiel: 6500 Scherben, drei Politiker. Wer liegt vorn? Politiker A liegt vorn. Er muss zehn Jahre die Stadt verlassen. Ein Verbrecher? Nein. Er hatte nichts verbrochen, er war nur zu mächtig. Seinen Besitz behielt er. Nach zehn Jahren durfte er zurück.

Das Scherbengericht war also ein Schutz vor Tyrannen.

Dein Zug

Dein Zug: Beim Scherbengericht trifft es einen Dieb. Stimmt das? Nein, es trifft einen Mächtigen.

Zum Schluss

Die Reihenfolge: König, dann Adel, dann ein Tyrann, am Ende das Volk. Merk dir: Erst König, dann Adel, nach Unruhen die Bürger: Demokratie. Zum Üben: Ordne Athens Herrschaftsformen und nenne, wer jeweils bestimmt. Nächste Frage: War Athen wirklich eine Demokratie?

Danach

Geschichte · Klasse 6 War Athen wirklich eine Demokratie?

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