Klasse 4 › Deutsch › Lesen, Zuhören, Vortragen
Was bedeutet „Tomaten auf den Augen haben“?
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Wer „Tomaten auf den Augen hat“, hat kein Gemüse im Gesicht – er übersieht etwas, das direkt vor ihm liegt. Das ist eine Redewendung, ein sprachliches Bild: Die Wörter bedeuten zusammen etwas anderes als einzeln. Weitere Beispiele: die Nase voll haben (genug haben), einen Bären aufbinden (lügen), die Daumen drücken (Glück wünschen). Auch Vergleiche mit wie sind Bilder: schlau wie ein Fuchs.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Sprachliche Bilder nicht wörtlich nehmen
Wer „Tomaten auf den Augen hat“, hat natürlich kein Gemüse im Gesicht. Er übersieht etwas, das direkt vor ihm liegt. Solche Redewendungen sind sprachliche Bilder: Die Wörter bedeuten zusammen etwas anderes als einzeln. Auch Vergleiche mit „wie“ sind Bilder: schlau wie ein Fuchs.
Redewendungen und ihre Bedeutung
| Redewendung | Bedeutung |
|---|---|
| Tomaten auf den Augen haben | etwas Offensichtliches nicht sehen |
| die Nase voll haben | genug von etwas haben |
| jemandem einen Bären aufbinden | jemandem eine Lüge erzählen |
| ins Fettnäpfchen treten | etwas Peinliches sagen oder tun |
| den Nagel auf den Kopf treffen | genau das Richtige sagen |
| jemandem die Daumen drücken | jemandem Glück wünschen |
Vergleiche mit wie
- schlau wie ein Fuchs
- stumm wie ein Fisch
- stark wie ein Bär
- flink wie ein Wiesel
Typische Falle
- Wörtlich nehmen: Beim Fettnäpfchen geht es nicht um Fett.
- Redewendungen nicht verändern: Es heißt „die Nase voll haben“, nicht „die Nase leer“.
- Frag dich: Was meint der Sprecher wirklich?
Für Eltern
Lassen Sie Ihr Kind eine Redewendung wörtlich malen und die echte Bedeutung daneben schreiben – das bleibt hängen.
Üben
4 Aufgaben
Was bedeutet die Redewendung? Verbinde.
- Tomaten auf den Augen
- die Nase voll haben
- einen Bären aufbinden
- die Daumen drücken
- eine Lüge erzählen
- etwas nicht sehen
- Glück wünschen
- genug haben
Ergänze den Vergleich mit einem Tier.
- schlau wie ein
- stumm wie ein
- stark wie ein
- flink wie ein
- schlafen wie ein
Welches Wort fehlt in der Redewendung? Setz ein: Tomaten, Daumen, Fettnäpfchen, Nase.
- Die Brille liegt direkt vor Opa, aber er sucht sie überall. Er hat auf den Augen.
- Morgen schreibt Lea eine Arbeit. Wir drücken ihr die .
- Ben fragt die Nachbarin, ob das Baby ihr Enkel ist – dabei ist sie die Mutter. Ben ist ins getreten.
- Nach dem fünften Regentag hat Mia die voll.
Stimmt das? Kreuze an.
- „Tomaten auf den Augen haben“ heißt, Gemüse im Gesicht zu haben.
- Wer dir einen Bären aufbindet, erzählt dir etwas, das nicht stimmt.
- Redewendungen muss man immer wörtlich nehmen.
- „Den Nagel auf den Kopf treffen“ heißt, genau das Richtige zu sagen.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Tomaten auf den Augen? Gemüse im Gesicht!
Erklärung
Gemeint ist: Jemand übersieht etwas, das direkt vor ihm liegt. Das ist eine Redewendung: Die Wörter bedeuten zusammen etwas anderes. Man nennt das auch ein sprachliches Bild. Noch eins: die Nase voll haben. Heißt: genug von etwas haben.
Einen Bären aufbinden heißt: jemandem eine Lüge erzählen. Und die Daumen drücken heißt: Glück wünschen. Auch Vergleiche mit wie sind Bilder: schlau wie ein Fuchs.
Beispiele
Opa sucht seine Brille. Sie liegt direkt vor ihm. Was sagst du? Opa hat Tomaten auf den Augen! Emma sagt genau das Richtige. Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Ben sagt etwas Peinliches. Er tritt ins Fettnäpfchen. Natürlich ohne Fett!
Ein Trick: Mal das Bild wörtlich und schreib die echte Bedeutung daneben.
Dein Zug
Dein Zug: Wir wünschen Lea Glück. Wir drücken ihr die … Daumen!
Zum Schluss
Merk dir: Wer Tomaten auf den Augen hat, übersieht etwas. Tipp für Eltern: Redewendung malen lassen und die echte Bedeutung daneben schreiben. Nächste Frage: Wie erkennt man Nomen, Verben und Adjektive?
Danach




