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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Wie wertet man ein Schaubild in Geschichte aus?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Ein Schaubild wertest du in drei Schritten aus: Thema erfassen, Schaubild erschließen, auswerten. Dabei liest du ein Verfassungsschaubild meist von unten nach oben und machst aus jedem Pfeil einen Satz. Wichtig: Ein Schaubild über Athen ist kein Foto von damals, sondern eine heutige Darstellung, gezeichnet nach Quellen.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Was ist ein Schaubild?

Ein Schaubild zeigt schwierige Zusammenhänge übersichtlich: mit Formen wie Rechtecken, Dreiecken oder Kreisen, mit Pfeilen, Farben, Symbolen und kleinen Zeichnungen. Jedes Teil hat eine Bedeutung. Ein Verfassungsschaubild zeigt, wer in einem Staat mitbestimmt und wer wen wählt oder auslost. Frag wie bei jeder Quelle: Wer hat es gemacht, wann und woher stammt es?

Beispiel: Mitbestimmung in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.

Selbst gezeichnet, nach heutigem Wissen. Die Volksversammlung: erwachsene Männer mit Bürgerrecht (beide Eltern aus Athen), geschätzt rund 30 000.

In drei Schritten auswerten

  1. Thema erfassen: Titel lesen. Worum geht es, welche Zeit, wer hat es wann gemacht?
  2. Erschließen: Formen, Pfeile, Farben ansehen. Von unten nach oben lesen, zu jedem Pfeil ein Satz.
  3. Auswerten: das Wichtigste zusammenfassen und begründet urteilen, ob es anschaulich ist.

erfassen → erschließen → auswerten

Satzanfänge

  • 1: Das Schaubild trägt den Titel … Es zeigt …
  • 2: Ganz unten stehen … Der Pfeil zeigt, dass …
  • 3: Insgesamt zeigt das Schaubild, dass … Es ist anschaulich, weil … Es zeigt nicht, …

Typische Falle

  • Falsch: „Ein Schaubild ist ein Foto aus der damaligen Zeit.“
  • Ein Schaubild über Athen haben Fachleute heute gezeichnet. Es ist eine Darstellung, keine Quelle aus der Antike – Fotos gibt es erst seit rund 200 Jahren.
  • Warum Los und nur ein Tag Vorsitz? Damit niemand zu viel Macht bekommt.

Tipp

Fahr jeden Pfeil mit dem Finger nach und sag laut: Wer macht was mit wem?

Üben

4 Aufgaben
  1. Lies das Schaubild von unten nach oben und mach aus jedem Pfeil einen Satz. Ergänze.

    1. Ganz unten: Frauen, Kinder, Metöken und Sklaven haben Stimme.
    2. Die Mitglieder im Rat der 500 werden aus den Bürgern .
    3. Die Volksversammlung zehn Strategen.
    4. Aus dem Rat regieren jeweils Mitglieder rund 36 Tage lang.
    5. Einer aus der Regierung hat den Vorsitz für Tag.
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Ein Schaubild über Athen ist ein Foto aus der damaligen Zeit.
    2. In einem Schaubild hat jeder Pfeil eine Bedeutung.
    3. Aus dem alten Athen gibt es Fotos von der Volksversammlung.
    4. Ein Schaubild über Athen beruht auf Wissen aus alten Quellen.
    5. Bei einem Schaubild ist egal, wer es gemacht hat.
    6. Ein Schaubild zeigt alles, was in Athen geschah.
  3. Was bedeutet das im Schaubild? Verbinde.

    • Pfeil
    • Titel
    • Strategen
    • Rat der 500
    • Metöken
    • ausgelost, bereitet Gesetze vor
    • zeigt, wer wen bestimmt
    • frei, aber ohne Bürgerrecht
    • nennt das Thema und die Zeit
    • gewählte Feldherren
  4. Ein zweites Schaubild: Mitbestimmung an einer Beispielschule. Erschließe es und ergänze.

    1. Ganz unten steht die .
    2. Die Klasse den Klassensprecher.
    3. Alle Klassensprecher zusammen bilden die .
    4. In die Schulkonferenz schicken Schülervertretung, Eltern und Vertreter.

Auf dem Blatt gibt es noch 3 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Ein Schaubild über Athen? Also ein Foto von damals. Falsch!

Erklärung

Ein Schaubild zeigt schwierige Zusammenhänge auf einen Blick. Es arbeitet mit Formen: Rechtecke, Dreiecke, Kreise. Dazu kommen Pfeile, Farben und Symbole. Jedes Teil hat eine Bedeutung. Gezeichnet haben es Fachleute heute, mit Wissen aus alten Quellen.

Es ist also keine Quelle von damals, sondern eine Darstellung. Gegenprobe: Fotos gibt es erst seit rund 200 Jahren. Ausgewertet wird in drei Schritten: erfassen, erschließen, auswerten. Schritt eins: Thema erfassen. Worum geht es, wer hat es gemacht?

Schritt zwei: erschließen. Welche Formen, Pfeile und Farben gibt es? Lies von unten nach oben und folge jedem Pfeil. Zu jedem Pfeil sagst du einen Satz: Wer bestimmt wen? Schritt drei: auswerten. Fass die wichtigsten Aussagen zusammen.

Dann dein Urteil: Ist es anschaulich? Begründe mit weil.

Beispiele

Jetzt Athen. Der Titel: Mitbestimmung in Athen im fünften Jahrhundert vor Christus. Ganz unten stehen Frauen, Kinder, Metöken und Sklaven. Sie haben keine Stimme. Darüber die Volksversammlung: Männer mit Bürgerrecht, geschätzt rund 30 000. Erster Pfeil: Die Volksversammlung wählt zehn Strategen, also Feldherren.

Per Los kommen 500 Bürger in den Rat. Er bereitet Gesetze vor. Auch Richter und Beamte werden ausgelost. Aus dem Rat regieren immer 50 Mitglieder, jeweils rund 36 Tage lang. Einer von ihnen hat den Vorsitz, aber nur einen Tag.

Warum Los und nur ein Tag? Damit niemand zu viel Macht bekommt. Zusammengefasst: Die Bürger bestimmen fast alles mit. Viele Menschen aber nicht. Urteil: anschaulich, weil die Pfeile zeigen, wer wen bestimmt. Aber es vereinfacht: Wie die Bürger stritten und abstimmten, zeigt es nicht.

Dein Zug

Dein Zug: Pfeil von Klasse zu Klassensprecher, darauf steht wählt. Dein Satz? Die Klasse wählt den Klassensprecher.

Zum Schluss

Merk dir: Thema erfassen, erschließen, auswerten, und dann begründet urteilen. Zum Üben: Lies ein Schaubild von unten nach oben, zu jedem Pfeil ein Satz. Nächste Frage: War Athen wirklich eine Demokratie?

Danach

Geschichte · Klasse 6 War Athen wirklich eine Demokratie?

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